Senioren-Union Hagen: Altersdiskriminierung wirksam bekämpfen statt nur Begriffe ändern
Senioren-Union Hagen: Altersdiskriminierung wirksam bekämpfen statt nur Begriffe ändern
Der vorliegende Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Reform des AGG bleibt beim Schutz vor Altersdiskriminierung zwar deutlich hinter den Erwartungen älterer Menschen zurück, dennoch begrüßt die Senioren-Union grundsätzlich das Ziel, den Diskriminierungsschutz in Deutschland allgemein zu stärken.
„Die bloße Ersetzung des Begriffs ,Alter‘ durch ,Lebensalter‘ bekämpft keine Altersdiskriminierung. Entscheidend ist, bestehende Benachteiligungen älterer Menschen im Alltag, im Berufsleben und bei wichtigen Dienstleistungen wirksam abzubauen“, erklärt der der Kreisvorsitzende, Lohmann in Hagen.
Nach Auffassung der Senioren-Union Hagen werden ältere Menschen weiterhin häufig mit pauschalen Altersgrenzen und Vorurteilen konfrontiert – etwa bei der Kreditvergabe, im Versicherungswesen oder auf dem Arbeitsmarkt. Die Senioren-Union fordert deshalb die Abschaffung starrer Altersgrenzen, soweit diese nicht sachlich zwingend begründet sind. Transparenz und individuelle Prüfungen müssten an die Stelle pauschaler Altersannahmen treten.
Kritisch sieht die Senioren-Union zudem die zunehmende Nutzung von Künstlicher Intelligenz und automatisierten Entscheidungssystemen. Es dürfe nicht zugelassen werden, dass bestehende Benachteiligungen älterer Menschen durch Algorithmen verstärkt oder digitalisiert werden.
„Eine moderne Gesellschaft misst Menschen nicht an ihrem Geburtsdatum, sondern an ihren Fähigkeiten, ihrer Erfahrung und ihrem Beitrag für das Gemeinwohl. Der Gesetzentwurf muss deshalb deutlich nachgebessert werden, damit er den Herausforderungen des demografischen Wandels gerecht wird“, so Jürgen Lohmann.