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01.10.2020
Schnelltest in Seniorenheimen
 
 

Senioren-Union will Schnelltests in Senioren- und Pflegeheimen

Angesichts der wieder stark steigenden Zahl der Neuinfektionen mit dem Corona-Virus warnt die Senioren-Union erneut vor den besonderen Gefahren für die Risikogruppe der Älteren. „Mich beunruhigen die steigenden Fallzahlen bei jungen Menschen“, erklärte der Bundesvorsitzende der Senioren-Union der CDU, Prof. Dr. Otto Wulff. „Sehr viele so infizierte jungen Leute haben auch Kontakte zu Älteren, die dann gegebenenfalls im Krankenhaus behandelt werden müssen. Auch das Robert-Koch-Institut (RKI) warnte, dass bei einer vermehrten Infektion älterer Menschen mit einem Wiederanstieg von Krankenhauseinweisungen und Todesfällen gerechnet werden müsse.
 
Um bei einem weiteren Ansteigen der Fallzahlen erneute Einschränkungen in Alten- und Pflegeheimen zu verhindern, fordert die Senioren-Union in den Zugangsbereichen der Einrichtungen zuverlässige Antigen-Schnelltests. „Bei diesen Tests gibt es das Resultat nach wenigen Minuten“, sagte Wulff. „Bei den aufwändigeren PCR-Labortests dauert es dagegen einige Tage, bis ein Ergebnis vorliegt.“ Zwar seien die Schnelltests nicht so sicher wie die PCR-Tests, im Zweifelsfall könne aber ein Anschlusstest Klarheit schaffen.
Wulff sieht sich dabei auf der Linie des Berliner Virologen Christian Drosten, der sich ebenfalls für Schnelltests in Pflegeheimen ausspricht.
 
Der Chef der CDU-Senioren bezeichnete es ferner als „nicht zumutbar“ für ältere Heimbewohner, falls bei einem erneuten Hochschnellen der Infektionszahlen die Türen der Seniorenheime für Besucher wieder verschlossen blieben. „Wir müssen alle Möglichkeiten nutzen, dass die Älteren in den Pflegeheimen ihre Angehörigen weiter sehen und treffen können.“